Nachbericht vom PMSE-Workshop auf der European Microwave Week

Kein weiterer Mobilfunk-Hype auf Kosten drahtloser Produktionsmittel

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Alain Richer aus dem APWPT-Präsidium während seines Vortrags.

Auf der Messe “European Microwave Week” hatte der Berufsverband für professionelle drahtlose Produktionstechnologie APWPT am 7. September 2015 zu einem ganztätigen Workshop geladen. Das Plenum war gut gefüllt, insgesamt etwa 50 Personen fanden sich zur Veranstaltung im Pariser „Palais de Congrès“ ein. Vor dem Hintergrund der kontinuierlichen Frequenzverluste an den Mobilfunk („Digitale Dividenden“ 1 und 2) in den letzten Jahren stand die Frage im Mittelpunkt, wie sich der Spektrumsbedarf drahtloser Produktionsmittel (PMSE) auch in Zukunft sichern lässt. Auf dem Podium waren die APWPT-Präsidenten Matthias Fehr, Alan March und Alain Richer sowie Redner aus EU-Kommission, nationalen Regulierungsbehörden, Wissenschaft und Herstellerunternehmen vertreten. Das vollständige Programm des Workshops mit einer Auflistung der Redner finden Sie hier zum Download.

Inhalte und Ergebnisse

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Logo der European Microwave Week 2015. Quelle: European Microwave Week

Unter dem Strich bestand Einigkeit, dass drahtlose Produktionsmittel als unverzichtbare Arbeitswerkzeuge am Anfang der Produktionskette eine erhebliche Bedeutung für die Wertschöpfung in der Kultur- und Kreativwirtschaft besitzen. Der Wirtschaftszweig beschäftigt in ganz Europa Millionen Menschen und leistet einen signifikanten Beitrag zu Wohlstand, Staatseinkommen und Wirtschaftswachstum.

APWPT und Drahtlosnutzer rieten den politischen Entscheidern und Regulierern zur Vorsicht, den funktionierenden und florierenden Kreativsektor nicht zu beschädigen oder in seiner Entwicklung und weiterem Wachstum einzuschränken. Nie sei die Politik mit Änderungen in der Zuweisung von Frequenzspektrum schneller gewesen als in den letzten Jahren. Einseitige Benachteiligungen existierender Dienste wie PMSE zugunsten eines „Mobilfunk-Hypes“ dürfe es aber nicht geben. Ohnehin müssten die Forderungen des Mobilfunksektors nach immer mehr Spektrum ernsthaft hinterfragt werden. Dies hatte Prof. Dr.-Ing. Georg Fischer von der Universität Erlangen-Nürnberg zuvor nochmals in seinem Vortrag untermauert. Er hatte unter anderem dargestellt, dass die von der Mobilfunklobby erhobenen Forderungen an zusätzlichen Kapazitäten für die Datenübertragung alleine mit der Zuweisung von zusätzlichen Frequenzressourcen nicht realistisch erfüllbar seien – die Lösung liege vielmehr in einer Verbesserung der Technik und mehr Effizienz bei der Spektrumsnutzung.

Details: Präsentationen zum Download

Die Präsentationen aller Redner finden Sie auf der offiziellen Website der APWPT zum Download.

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