Internationaler Vorstoß gefährdet UHF-TV-Frequenzen

Netzausrüster ignorieren WRC-Beschlüsse

Erneut zeigt sich, dass das Spektrum 470 – 694 MHz für drahtlose Produktionsmittel keineswegs langfristig gesichert ist – trotz anderslautender Beschlüsse der Weltfunkkonferenz. Mobilfunk-Netzausrüster, allen voran das schwedische Unternehmen Ericsson, wollen die Frequenzen verstärkt ins Visier nehmen und haben dazu auf globaler Ebene eine Initiative gestartet. Die Europäische Rundfunkunion EBU hält dagegen. … Weiterlesen

Abgeordnete verfassen Antrag zur Spektrumssicherung

Initiative im Bayerischen Landtag

„Spektrum sichern und bayerische Kultur- und Kreativwirtschaft retten“ – so lautet der Titel eines Antrags, den sechs Abgeordnete der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag an ihre Landesregierung richten wollen. Die Initiative zeigt, dass auch nach den Beschlüssen der World Radio Conference 2015 dringender politischer Handlungsbedarf besteht. Den Bundesländern mit ihrer Zuständigkeit für Rundfunk und Kultur kommt dabei eine entscheidende Rolle zu. … Weiterlesen

Treffen der „Wider Spectrum Group“ mit EU-Kommissar Andrus Ansip

Europäische Kreativwirtschaft fordert langfristigen Schutz ihrer Frequenzen

Die „Wider Spectrum Group“ (WSG), eine internationale Organisation zur Vertretung der Interessen der Kultur- und Kreativwirtschaft und ihrer Konsumenten, ist in Brüssel mit EU-Kommissar Andrus Ansip zusammengetroffen. Vor dem Hintergrund eines aktuellen EU-Gesetzesvorschlags forderte die WSG, der Kultur- und Kreativwirtschaft keine weiteren Funkfrequenzen zu entziehen und die Nutzung der Frequenzen 470 – 694 MHz durch Rundfunk und drahtlose Mikrofone mindestens bis zum Jahr 2030 zu garantieren. … Weiterlesen

Interview mit Technik-Experte Professor Dr.-Ing. Georg Fischer

Mobilfunk braucht keine „Digitale Dividende 3“

Nach zwei “Digitalen Dividenden” scheint der Frequenzhunger des Mobilfunks immer noch nicht gestillt. Doch welches Spektrum benötigt der Mobilfunk tatsächlich, um Smartphone-Nutzer mit schnellem Internet zu versorgen? Und: Welchen Spektrumsbedarf haben drahtlose Produktionsmittel? Dazu haben wir mit Professor Dr.-Ing. Georg Fischer gesprochen, Extraordinarius am Lehrstuhl für Technische Elektrotechnik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. … Weiterlesen

Wie geht es für drahtlose Produktionsmittel weiter?

Was 2016 wichtig ist

2016 wird wieder ein wichtiges Jahr für die Anwender drahtloser Produktionsmittel (PMSE) und die Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland werden. Politische Entscheider, Hersteller und Nutzer stehen vor großen Herausforderungen. Einen Überblick über die drängenden Themen 2016 liefert dieser Beitrag. … Weiterlesen

Funkbeauftragter des Bayerischen Rundfunks berichtet aus der Praxis

„Großveranstaltungen werden definitiv ein Problem“

Ski-WM, G7-Gipfel, Papstbesuch: Im Interview erklärt Peter Hindelang, Funkbeauftragter des Bayerischen Rundfunks, warum die Live-Berichterstattung von internationalen Ereignissen in Deutschland immer schwieriger wird. Sein Resümee: Der Planungsaufwand, um die gesamte drahtlose Technik im knapper werdenden Frequenzspektrum unterzubringen, steigt immer mehr. Bald wird es nicht mehr genug freie Frequenzkanäle für alle interessierten Teams geben, die Rundfunk- und Reportagefreiheit könnte in Gefahr geraten. … Weiterlesen

Neue Studie zur Kultur- und Kreativwirtschaft veröffentlicht

Was auf dem Spiel steht

Die Kultur- und Kreativwirtschaft beschäftigt in Deutschland mittlerweile mehr Menschen als die traditionell starken Branchen Automobilindustrie und Maschinenbau. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des Bundeswirtschaftsministeriums. Doch fraglich ist, ob die Kultur- und Kreativwirtschaft ihre Erfolgsgeschichte weiterhin fortsetzen kann: Denn sie ist in besonderem Maße auf den Einsatz drahtloser Produktionsmittel angewiesen, die am Beginn ihrer Wertschöpfungskette stehen. Nach der „Digitalen Dividende 2“ wird sich das verfügbare Funkspektrum weiter verknappen, es drohen Umsatzeinbußen und der Verlust von Arbeitsplätzen. … Weiterlesen

Weltfunkkonferenz verschiebt "Digitale Dividende 3" vorerst bis 2026

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Keine „Digitale Dividende 3“ bis zum Jahr 2026 und exklusive Nutzung der Frequenzen 470 – 694 MHz für terrestrisches Fernsehen und drahtlose Produktionsmittel. So lautet der Beschluss der Weltfunkkonferenz (WRC-15). Allerdings könnte die Mobilfunklobby eine „Digitale Dividende 3“ bereits 2019 wieder auf die Agenda bringen. Für Nutzer und Hersteller drahtloser Produktionsmittel bedeutet der Beschluss somit zwar ein erstes Signal für mehr Planungssicherheit, aber längst keine endgültige Entwarnung. Ersatzfrequenzen für die verlorenen Frequenzen der „Digitalen Dividende 1 und 2“ sind nach wie vor nicht in Sicht. Besonders Großproduktionen sowie die Kultur- und Kreativwirtschaft insgesamt bleiben gefährdet, die Politik muss am Ball bleiben. … Weiterlesen

Weltfunkkonferenz: Kampf um das UHF-Spektrum

Kommt die „Digitale Dividende 3“?

Bei der Weltfunkkonferenz 2015 (WRC-15) in Genf tobt ein heftiger Kampf um den Frequenzbereich 470 – 694 MHz. Dies berichten die an der Konferenz teilnehmenden Vertreter der APWPT in ihrem Bericht über die zweite Sitzungswoche. … Weiterlesen

Weltfunkkonferenz 2015: USA fordern Digitale Dividende 3

Und täglich grüßt das Murmeltier

Ab 2. November entscheiden mehr als 3.000 Delegierte auf der Weltfunkkonferenz 2015 (WRC-15) erneut über die Nutzung von Funkfrequenzen. Genau wie bei den vergangenen Treffen steht der unstillbare Hunger des Mobilfunks nach immer mehr Frequenzen im Mittelpunkt – und der Hunger der Politik nach weiteren Auktionseinnahmen. Die USA fordern auf der WRC-15 die Digitale Dividende 3. Damit könnte auch der letzte Rest UHF-TV-Spektrum an den Mobilfunk gehen. Ein Kommentar von Helmut G. Bauer. … Weiterlesen