Frank Überall, Deutscher Journalisten-Verband (DJV)

„Es gehört politisch im wahrsten Sinne des Wortes zum guten Ton, Rundfunkjournalisten eine anständige technische Arbeitsmöglichkeit zu garantieren.“

Frank Überall, DJV-Bundesvorsitzender

Der Deutsche Journalisten-Verband hat die Bundesnetzagentur mehrfach aufgefordert, bei anstehenden Frequenzregulierungsvorhaben die Notwendigkeiten der Live-Berichterstattung in Hörfunk und Fernsehen zu berücksichtigen.

Die Versteigerung von Frequenzen im 700 Megahertz-Bereich an Mobilfunkunternehmen im Rahmen der „Digitalen Dividende 2“ ohne alternative Kapazitäten für Rundfunkjournalisten war ein politischer Sündenfall. Die drahtlosen Mikrofone, die bis dato in diesem Frequenzbereich gesendet hatten, sind dadurch teilweise wertlos geworden. Die jetzt noch zur Verfügung stehenden Frequenzen sind technisch oft nicht annähernd so stabil. Das hat zuweilen dramatische Auswirkungen – es würde schließlich  keinem Politiker oder gar Vertreter der Bundesnetzagentur gefallen, wenn mitten in einem Live-Interview für einen Radio- oder Fernsehsender der Funkkontakt abbricht. Deshalb wird es Zeit, dass sich die Bundesnetzagentur intensiver mit dem Thema beschäftigt und endlich nach tragfähigen Lösungen für alle Beteiligten sucht und diese auch findet. „Digitale Dividende“ darf nicht dauerhaft zum Minusgeschäft für den Journalismus werden.

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