Heribert Knecht, Verband Deutscher Freilichtbühnen (VDF)

„Drahtlose Produktionsmittel verbessern die Verständlichkeit von Sprache und Gesang  wesentlich. Diesen Qualitätsstandard wollen wir auf keinen Fall wieder verlieren.“

Heribert Knecht, Präsident des VDF.

Der Verband Deutscher Freilichtbühnen (VDF) wurde 1974 gegründet. Er ist der einzige Fachverband in der Bundesrepublik, der speziell die Interessen des Amateurfreilichttheaters vertritt.

Im VDF sind derzeit 90 Freilichtbühnen der selbstständigen Regionalverbände Nord und Süd organisiert. Mit fast 150 Inszenierungen und über 1.700 Aufführungen bieten unsere Freilichtbühnen alljährlich von Mai bis September ein abwechslungsreiches Programm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Ob Klassiker, Volksstücke, Mundarttheater, Musicals, Märchen und moderne Kinder- und Jugendstücke – vielfältig ist der Querschnitt aus der Welt des Theaters.

Immer wieder fasziniert vom Theaterspiel unter freiem Himmel sind nicht nur die annähernd 1 Mio. Zuschauer, sondern auch die Akteure, die sich mit voller Hingabe ihrem besonderen Hobby widmen.

Bei den meisten Freilichtbühnen werden drahtlose Produktionsmittel eingesetzt. Durch diese technische Unterstützung wird die Verständlichkeit von Sprache und Gesang auf den oft weitläufigen Bühnenanlagen wesentlich verbessert und sie trägt so zu einer deutlichen Qualitätsverbesserung bei. Diesen Qualitätsstandard wollen wir auf keinen Fall wieder verlieren.
Der Aufwand für Beschaffung und Installation der drahtlosen Produktionsmittel, insbesondere der finanzielle, ist für alle diese Bühnen relativ groß. Von daher gehen unsere Aktiven sehr schonlich mit diesen Gerätschaften um. Umso schmerzlicher ist es, wenn durch Änderungen bei den verfügbaren Frequenzbereichen die Bühnen gezwungen werden, in neue Gerätschaften zu investieren, ohne die dafür nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung zu haben. Das Investitionsvolumen belief sich nach einer von uns 2013 durchgeführten Erhebung auf annähernd 1 Mio. Euro.

Auch konnten bei der DD1 nur sehr wenige Freilichtbühnen – aus unterschiedlichen Gründen – Entschädigungsansprüche geltend machen. Die Voraussetzungen dafür haben sich zwar in der aktuellen Runde leicht verbessert. Dennoch ist die zum Teil erneute Umrüstung innerhalb weniger Jahre mit einem enormen zeitlichen und finanziellen Aufwand verbunden.

Offensichtlich können sich nur wenige in die Situation der ehrenamtlich geführten Bühnenvereine versetzen. Es ist ohnehin schon schwer in der heutigen Zeit, einen mehr oder weniger großen Theaterverein erfolgreich zu führen. Die hohen Hürden an verwaltungstechnischem und bürokratischem Aufwand sollten bei allen diesen, in der Regel gemeinnützig anerkannten und nach wie vor ehrenamtlich geführten Freilichtbühnen wesentlich reduziert werden.

Wir fordern von der Politik unbedingt mehr Planungssicherheit bei den von den Freilichtbühnen genutzten und weiterhin verfügbaren Frequenzbereichen.

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