Norbert Hilbich, Sennheiser

„Sennheiser fordert Planungssicherheit für Nutzer und Hersteller drahtloser Produktionstechnik.“

Hilbich

Norbert Hilbich, Director Spectrum Affairs, Sennheiser

Sennheiser fordert die Bundesregierung und die Bundesnetzagentur auf, endlich genügend geeignete Frequenzen für drahtlose Produktionsmittel zu benennen, die für mindestens 15 Jahre genutzt werden können. Die Nutzer von Funkmikrofonen haben wie der Mobilfunk einen Anspruch auf Planungssicherheit. Dies gilt auch für die Hersteller, die in die Entwicklung und Produktion von Geräten für unterschiedliche Frequenzbereiche investieren müssen.

Kurz nach der Räumung des 800 MHz-Bandes und der Verlagerung der Mehrzahl der drahtlosen Produktionsmittel in das 700 MHz-Band ist ein erneuter Umzug notwendig. Auf welche konkreten Frequenzen die Anwender wechseln können, ist jedoch noch immer nicht abschließend geklärt. Die sich weiter hinschleppende Frequenzkoordinierung mit dem Ausland im UHF-Band erlaubt keine verlässlichen Aussagen, welche TV-Frequenzen an welchen Orten belegt sind und welche Störungen die einstrahlenden TV-Sender verursachen.

Sennheiser hat wiederholt die Bundesnetzagentur angemahnt, die Verhandlungen zügig zu führen, damit die Nutzer schnell Planungssicherheit haben.

Da das nach der Versteigerung verbleibende UHF Spektrum aber nicht ausreicht, müssen für drahtlose Produktionsmittel zusätzliche Frequenzbänder zugewiesen werden.

Bereits bei der Versteigerung des 800 MHz-Bandes hatte die Politik zugesagt, das L-Band als Ersatzspektrum bereitzustellen. Der Bundesrat hat am 05.07.2013 in einem Beschluss dazu die Frequenzen von 1.452 bis 1.492 MHz benannt. Diese werden aber noch nicht einmal zwei Jahre später von der Bundesnetzagentur an den Mobilfunk versteigert.

Jetzt hat die Bundesnetzagentur diesen Bereich zur Nutzung durch drahtlose Produktionsmittel von 1.492 MHz bis 1.518 MHz ausgedehnt. Aber auch dies schafft keine Planungssicherheit, weil dieses Spektrum bereits als Kandidatenband für Mobilfunk benannt ist.

Dieses Hase und Igel-Spiel muss ein Ende haben, fordert Norbert Hilbich, Director Spectrum Affairs: „Wir brauchen Planungssicherheit mit einem Zeithorizont von mindestens 15 Jahren. Die Hersteller, um rechtzeitig die erforderliche Technik zu entwickeln; die Anwender, um die Investitionen aufzubringen und sie wieder erwirtschaften zu können. Die Politik vernachlässigt die Interessen der Kultur- und Kreativwirtschaft und der Veranstaltungstechnik – diese weisen seit Jahren ein verlässliches Wachstum auf und sorgen für sichere Arbeitsplätze“.

Sein Postulat: „Wir erwarten von der Politik jetzt das Versäumte nachzuholen und langfristig verlässlich ausreichendes Ersatzspektrum zuzuweisen!“

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