Störungen ab Mai 2016 möglich

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Am 31. Mai 2016 startet in 15 Ballungsräumen das neue Antennen-Fernsehen DVB-T2 HD. Wer in diesen Gebieten drahtlose Produktionsmittel betreibt, sollte jetzt prüfen, ob seine Geräte in den Fernsehkanälen arbeiten, in denen zukünftig DVB-T2 HD ausgestrahlt wird. Dies erfolgt zunächst zusätzlich zu der Verbreitung von DVB-T.

Liste mit DVB-T2-HD-Sendern beachten

Das beigefügte Material des Rundfunknetzbetreibers Media Broadcast zeigt die betroffenen Gebiete und Fernsehkanäle. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Störsignale der TV-Sender bis zu dreimal so weit reichen wie die jeweiligen Empfangsbereiche der Sender. Werden die drahtlosen Produktionsmittel ausschließlich in-house eingesetzt, ist in Bezug auf die Abschirmung auch die bauliche Beschaffenheit der Gebäude zu berücksichtigen.

Karte DVB-T2 Media Broadcast

Bild 1: Empfangsgebiete von DVB-T2 HD ab 31.05.2016

Bild 2: Liste der DVB-T2-Senderstandorte

Die in Bild 1 und Bild 2 dargestellten Informationen finden Sie am Ende dieses Artikels im PDF-Format zum Download.

Störungen bereits vor dem 31. Mai 2016 möglich

Bereits vor dem 31. Mai 2016 kann es z.B. bei Leistungstests oder beim Einmessen der Sender zu Störungen kommen. Die genauen Zeiten für diese Tests der einzelnen Sender hängen vom Fortschritt beim Aufbau ab. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass die Sender schon im Mai tage- oder stundenweise betrieben werden. Der Netzbetreiber Media Broadcast wird sich bemühen, SOS – Save Our Spectrum über Tests zu informieren. Wir werden dies dann unverzüglich auf dieser Seite veröffentlichen.

Entschädigung

Kann das drahtlose Equipment nach dem Start von DVB-T2 HD nicht mehr genutzt werden, weil in dem Gebiet auch die Nachbarkanäle vom Fernsehen belegt sind, kann bei der Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistung (BAV) eine Entschädigung beantragt werden. Dies gilt aber auch, wenn nur ein Kanal unbrauchbar ist und die Anlage noch in den Nachbarkanälen eingesetzt werden kann. Das BAV zahlt dann eine anteilige Entschädigung. Unseren Leitfaden für Ausgleichszahlungen finden Sie hier.

Weitere TV-Sender werden ab März 2017 umgestellt

Die Einführung von DVB-T2 HD ist der erste Schritt zur Räumung des 700-MHz-Bandes für den Mobilfunk. Ab März 2017 soll dann bis 2019 schrittweise die Räumung dieses Spektrums erfolgen. Welche TV-Kanäle im Bereich 470 – 694 MHz in den einzelnen Regionen neu oder zusätzlich in Betrieb gehen werden, hängt u.a. noch von dem Ergebnis der laufenden Auslandskoordinierungen ab. Ziel ist es, die Frequenzplanung im Herbst 2016 abzuschließen.

Eine Liste mit den neuen Sendern bzw. Kanälen und dem genauen Zeitpunkt der Umstellung im Jahr 2017 werden wir dann auf dieser Seite veröffentlichen.

Noch keine Planungssicherheit

Zurzeit gibt es noch keine verlässlichen Angaben, welche TV-Kanäle in Zukunft im Bereich 470 – 694 MHz in den jeweiligen Regionen genutzt werden können. In regional auch unterschiedlichen Übergangsphasen wird es sogar mitunter notwendig sein, Kanäle einzusetzen, die später wieder geräumt werden. Aus diesem Grund ist es schwierig, gegenwärtig neue Anlagen zu planen.

DVB-T2-HD-Angebot

Das neue hochauflösende Antennenfernsehen DVB-T2 HD sendet ab 31. Mai 2016 zusätzlich zur bestehenden DVB-T-Verbreitung die HD-Programme Das Erste, RTL, ProSieben, SAT.1, VOX und ZDF.

Der Empfang von DVB-T2 HD setzt ein geeignetes Empfangsgerät voraus. Das kann entweder eine Set-Top-Box sein, mit der bestehende Fernsehgeräte DVB-T2 HD-fähig gemacht werden, oder aber ein Flachbildfernseher der neuesten Generation mit integriertem DVB-T2-HD-Empfangsteil. Wichtig ist dabei, auf das grüne DVB-T2-HD-Logo zu achten.

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