Bundesregierung veröffentlicht neue Studie

Kultur- und Kreativwirtschaft wächst weiter

Symbolbild.

Weiterhin bleibt die Kultur- und Kreativbranche einer der wichtigsten Wirtschaftszweige Deutschlands und kann den Aufwärtstrend der letzten Jahre fortsetzen. Dies ist das Ergebnis des Kultur- und Kreativwirtschaftsberichts 2016, der neuesten Ausgabe einer jährlich vom Bundeswirtschaftsministerium herausgegebenen Studie. Datenbasis ist das Jahr 2015.

Mit einer Bruttowertschöpfung von 65,5 Mrd. Euro leistete die Kultur- und Kreativwirtschaft alleine einen Beitrag von etwa 2,2 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt. Positive Effekte auf weitere Wirtschaftsbereiche wie etwa die Tourismusbranche sind dabei noch nicht berücksichtigt. Trotzdem belegt der Kultur- und Kreativsektor in einem Vergleich der größten deutschen Industriebranchen Platz vier hinter Automobilindustrie, Maschinenbau und Finanzdienstleistern.

Die Kultur- und Kreativwirtsschaft belegt im Vergleich bedeutender deutscher Wirtschaftsbranchen Platz vier. Quelle: Kultur- und Kreativwirtschaftsbericht 2016

Insgesamt arbeiten über 1,6 Millionen Menschen in der Kultur- und Kreativbranche. Bemerkenswert ist der Anstieg von sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen, der in den letzten Jahren stets über dem Schnitt der Gesamtwirtschaft lag (siehe nächste Abbildung).

In der Kultur- und Kreativwirtschaft entstehen überdurchschnittlich viele sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Quelle: Kultur- und Kreativwirtschaftsbericht 2016

Musikwirtschaft und Darstellende Künste führen das Wachstum an

Laut Studie erwirtschafteten die 250.600 Unternehmen der Branche 2015 einen Umsatz von rund 150 Milliarden Euro, ein Wachstum von 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieses Umsatzplus liegt zwar unter dem Schnitt der deutschen Wirtschaft (4,9 Prozent). Die beiden dynamischsten Teilmärkte, die Musikwirtschaft und der Markt für Darstellende Künste, liegen jedoch mit 5,8 bzw. 5,2 Prozent Umsatzsteigerung deutlich darüber. In beiden Teilmärkten werden Funkmikrofone und weitere drahtlose Produktionsmittel besonders häufig eingesetzt.

Beitrag drahtloser Produktionsmittel

„Obwohl drahtlose Produktionsmittel in der Studie nicht explizit erwähnt werden, kann man leicht herauslesen, wie wichtig sie für die Kultur- und Kreativindustrie sind“, erläutert Helmut G. Bauer, Gründer der Initiative „SOS – Save Our Spectrum“. „Vielfach ist drahtlose Technik integraler Bestandteil der Wertschöpfungskette. Wenn sie aufgrund von mangelndem Funkspektrum nicht mehr wie bisher zur Verfügung steht, dürfte dies spürbare Einbußen für die Branche und somit auch für die deutsche Volkswirtschaft insgesamt bedeuten.“

Kultur- und Kreativwirtschaft – was ist das genau?

Unter dem Begriff der Kultur- und Kreativwirtschaft fasst die Studie insgesamt elf Teilmärkte zusammen. Musikwirtschaft, Buchmarkt, Kunstmarkt, Filmwirtschaft, Rundfunkwirtschaft, Darstellende Kunst, Designwirtschaft, Architekturmarkt und Pressemarkt bilden den Bereich der Kulturwirtschaft. Als so genannte Kreativbranchen kommen der Werbemarkt und die Software- und Gamesindustrie hinzu.

In vielen dieser Märkte sind drahtlose Produktionsmittel unverzichtbar, besonders in der Musikwirtschaft, der Filmwirtschaft, der Rundfunkwirtschaft und in der Darstellenden Kunst. Die mit ihrer Hilfe produzierten Inhalte werden auch in anderen Teilbranchen genutzt, zum Beispiel im Werbemarkt und in der Software- und Gamesindustrie zur Vertonung mit Soundeffekten und Musik.

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