Nach dem 29. März 2017 bis voraussichtlich Mitte 2019

DVB-T2-Umstellung bringt weitere Störungen: Jetzt Funkmikrofone prüfen!

Am 29. März wurde in vielen deutschen Ballungsgebieten die Fernsehausstrahlung per DVB-T abgeschaltet und endgültig auf den neuen Übertragungsstandard DVB-T2 HD gewechselt. DVB-T2 HD nutzt oft auch andere Frequenzkanäle, weil gleichzeitig begonnen wurde, das 700-MHz-Band nach der Digitalen Dividende 2 für den Mobilfunk zu räumen. Erste großflächige Störungen durch die neuen Sender sind aus Hamburg berichtet.

Prüfen Sie Ihre Anlagen auf Funkstörungen!

Anwender drahtloser Mikrofone und Rückstrecken sollten jetzt genau ihre Anlagen prüfen, um festzustellen, ob alle bisher für die Produktion verwendbaren Frequenzen weiterhin frei sind. Falls diese Funktion verfügbar ist, sollte ein Frequenzscan durchgeführt werden. Soweit Sie Störungen auf bisher nutzbaren Kanälen feststellen, ist dies mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die geänderte Kanalbelegung von DVB-T2 HD zurückzuführen.

Anspruch auf Entschädigungszahlungen

Nutzer, deren Funkanlagen im Bereich 470 – 694 MHz wegen einer DVB-T2-Störung ganz oder teilweise unbrauchbar werden, können bei der Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistung (BAV) eine Entschädigung beantragen. Wer derzeit noch im Frequenzband 694 – 790 MHz funkt, kann ebenfalls bereits eine Ausgleichszahlung einfordern – auch dann, wenn noch keine konkrete Störbetroffenheit vorliegt. Ab 2019 darf das 700-MHz-Band („Digitale Dividende 2“) nur noch vom Mobilfunk genutzt werden, schon jetzt ist er dort teilweise aktiv. Weitere Informationen zur Entschädigung finden Sie in unserem Leitfaden.

Weitere Störungen bis Mitte 2019 zu erwarten

In den nächsten Monaten werden sukzessive weitere DVB-T2-Standorte im gesamten Bundesgebiet auf Sendung gehen. Bis Ende 2018 soll der Ausbau des privaten, bis Mitte 2019 des öffentlich-rechtlichen Sendernetzes in ganz Deutschland flächendeckend abgeschlossen sein. Bis dahin kann es immer wieder zur Aktivierung von Sendern auf bisher nutzbaren Frequenzen kommen – entweder zeitweise im Testbetrieb oder dauerhaft. Dies betrifft auch Gegenden, die bereits auf DVB-T2 umgestellt sind. Anwender drahtloser Produktionsmittel sollten also durch die Bank wachsam bleiben. Erst Mitte 2019 steht die endgültige Kanalbelegung fest.

Anhaltspunkt DVB-T2-Empfangscheck

Wann die Aktivierung von DVB-T2 HD in Ihrer Region geplant ist, erfahren Sie auf dem offiziellen Informationsportal http://www.dvb-t2hd.de/ unter „Empfangscheck“. Dort können Sie auch grob erfahren, welche Signalstärke zu erwarten ist. Falls der Empfangscheck Ihnen anzeigt, dass Sie eine Außenantenne für DVB-T2 benötigen, ist, die Störintensität voraussichtlich geringer, als wenn Sie eine Zimmerantenne empfohlen bekommen. Schon vor der offiziellen Umstellung können jedoch Störungen durch Testsender auftreten.

Da die Störsignale der TV-Sender dreimal weiter reichen können als ihr jeweiliger Empfangsbereich, ist auch in umliegenden Orten mit Beeinträchtigungen zu rechnen. Wenn Sie drahtlose Produktionsmittel stationär in-house verwenden, entscheidet die bauliche Beschaffenheit und die Abschirmung des jeweiligen Gebäudes mit darüber, ob es zu Störungen kommt oder nicht.

Sie haben selbst bereits Störungen erlebt?

Geben Sie uns Informationen darüber und unterstützen Sie so unsere Initiative. Nutzen Sie dazu am besten unser Kontaktformular – es dauert nur wenige Sekunden.

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