Thomas Pigor, Kabarettist

„Auch in Zukunft müssen Bühnenauftritte mit Funkmikrofon in Deutschland noch störungsfrei möglich sein!“

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Kabarettist Thomas Pigor. Im Duo mit dem Pianisten Benedikt Eichhorn wurde er unter anderem bereits mit dem Deutschen Kabarettpreis und kürzlich mit dem Bayerischen Kabarettpreis 2015 ausgezeichnet. Foto: Thomas Nitz

Wie fast alle meiner Kollegen auf, vor oder hinter der Bühne bin ich darüber verärgert, dass die Bundesnetzagentur im Juni 2015 wieder einmal die für die Veranstaltungstechnik genutzten Kulturfrequenzen meistbietend an den Mobilfunk versteigert hat. Das ist nun schon zum zweiten Mal innerhalb der letzten vier Jahre passiert. Nicht nur wir Kleinkünstler müssen jetzt deshalb unsere Funkmikrofon-Anlagen kostspielig umrüsten oder uns neue beschaffen. Betroffen sind Theater-, Konzert- und Musicalbühnen überall in Deutschland. Zudem werden die für Bühnenproduktionen nutzbaren Frequenzressourcen immer weiter reduziert.

Funkmikrofone, die für den Darsteller Bewegungsfreiheit und gleichzeitig eine angemessene akustische Verstärkung ermöglichen, sind auch für unsere musik-kabarettistischen Darbietungen ein wesentliches inszenatorisches Mittel und an vielen Auftrittsorten unverzichtbar.

Bei der Aufteilung des zur Verfügung stehenden Funkspektrums dürfen nicht nur einseitig die kommerziellen Interessen von großen Mobilfunk-Unternehmen berücksichtigt werden. Kulturelle Aktivitäten sind im allgemeinen Interesse und benötigen einen angemessenen Platz im Frequenzspektrum.

Angesichts der finanziellen und künstlerischen Auswirkungen auf den Kulturbetrieb wäre es Aufgabe der Kulturpolitik, den Interessen der Kulturschaffenden eine Stimme zu verschaffen. Leider ist von dieser Seite her wenig zu vernehmen.

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